Was ist Naturheilkunde?

Es gibt keine einheitliche Definition für die Naturheilkunde. Es gibt daher eine Menge Missverständnisse.


Hiermit möchte ich um einen Überblick über den verschiedenen Begriffen geben:


Zur Naturheilkunde gehören die Naturheilverfahren und ganzheitliche diagnostische Methoden.


Naturheilverfahren verwenden Heilkräfte aus der Natur und die Selbstregulierdende Kräfte des Organismus. Jede Pflanze, Pilze hat produzieren zum selbsterhalt viele Substanzen, die wir für den Menschen und Tiere ihren großen Wirkungsweisen übernommen werden können. (sekundäre Pflanzenstoffe) Damit können internen und externe (Toxine, Noxen und Mikroorganismen) Störungen des physiologischen normalen Ablaufs wiederherstellen. Die Naturheilverfahren sind überwiegend „natürlichen Ursprungs“.


Ganzheitliche diagnostische Methoden erbringen Informationen über die selbstregulativen Kräfte des Organismus. Es sind idR Erfahrungsmethoden, die sich den Körper als sensibler Informationsträger und Reizweiterleitung zu Reflexzonen, die auf den funktionellen Zustand der verschieden Organeben und der physiologischen Abläufe (Stoffwechsel, Energiestoffwechsel, Ernährung, funktionelle Körpersäfte, Zellzustand). Der Zellen tauschen ständig untereinander Informationen (Botenstoffe) über die Zustände (biochemische, biophysikalisch, subatomar, lichtphysikalisch) sehr schnell untereinander aus. [Die Intelligente Zellen] Werden größere Bereiche von funktionellen Geweben im Organismus oder gar im gesamten Stoffwechsel dauerhaft im Ablauf belastet und sogar Zellen zerstört, dann gibt der Körper schon frühzeitig Signale. Diese Zeichen und Signale sind in praktische bewerten ganzheitlichen Diagnostikmethoden zu finden. (Pathophysiognomik, Irisdiagnostik, Elektroakupunktur nach Voll, Muskeltest, Biotensor, [morphogentisches Feld Rupert Sheldrake] ).


Erfahrungsheilkunde:

Soweit die Wirksamkeit der Naturheilverfahren nicht mit strengen, naturwissenschaftlichen Methoden bewiesen wurde, werden sie dem Bereich Erfahrungsheilkunde zugerechnet. Einige Verfahren entziehen sich aus methodischen Gründen einer statistisch-wissenschaftlichen Bewertung, was aber nicht heißt, dass sie unwirksam sind. [S. 16]

Hierbei werden die naturmedizinischen Erfahrungen früher Generationen von Heil- und Kräuterkundigen aufgenommen. Erweisen sie sich in der praktischen Fallstatistik als wirksam, kommen sie zur Anwendung, auch wenn die genaue Wirksamkeit nicht erforscht ist. (Dies ist im Übrigen auch in Schulmedizin normal, Medizin anzuwenden, bei der die Wirksamkeitsprinzip nicht vollkommen erfasst ist.)


Ganzheitsmedizin ist eine Medizin die immer den zusammen Hang von körperlichem, geistigem und seelischem Befinden des Menschen sowie seiner Umwelt im Blick hat. Es werden nicht nur isoliert Defekte oder Probleme der dieser Bereiche betrachtet.

Es geht daher in der ganzheitlichen Medizin werden die Ursache darin gesucht und mit in Behandlung eingebracht.

In dem Sinne kann eine Universitätskliniker, der Naturheilverfahren skeptisch gegenüber steht, ein guter ganzheitliche behandelnder Arzt sein.


Schwierigkeiten der Abgrenzung

Wann ist ein Verfahren naturheilkundlich?

So einleuchtend diese Definitionen sein mögen, so wenig können sie in der Praxis befriedigen.

Beispiele:

  • Die Impfung mit einem gentechnisch hergestellten Hepatitis-Impfstoff wirkt vorbeugende. -> Aktivierung des Immunsystems -> fördert also die selbstregulierenden Kräfte.

  • Antibiotikum Pinicillin bedient man sich eines Stoffes natürlichen Ursprungs – Pinicillin entstammt einem Schimmelpilz

In beide Fällen werden die Therapien der etablierten Medizin zugerechnet.

Durch einige von Methoden der Naturheilkunde haben eine Technisierung in ihr hervorgerufen, die nicht mehr als „natürliche“ bezeichnet werden können. Aber sie dienen idR dazu die körperliche Selbstregulation zu stärken, was dann doch wieder die „biologische“ Veränderungen bewirken.


Die Abgrenzung ist selbst bei einem „klassischen“ Naturheilverfahren wie die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) schwierig:

  • Teeaufguss Johanniskraut ist eine natürliche Therapie

  • Pharmazeutische Auszüge, Salben, und Komponierte Mittel sind noch als „natürliche“ Phytotherapie zu betrachten.

  • Isolierte Wirkstoffe (Azulen aus der Kamillle) oder stellt sie synthetisch her, so ist es fraglich, ob man noch von „natürlicher“ Phytotherapie reden darf“

  • Werden stark wirkende Pflanzen oder ihre gewonnen Stoffe zur Therapie genutzt (Opium, Digitalis, Colchcin), so fällt das unter Pflanzenheilkunde

Gerade die letzten beiden Punkte machen deutlich, dass der Übergang von einer natürlichen zu einer schulmedizinischen orientierten Therapie mit Pharmaka durchaus fließend.


Vorurteile gegenüber der Naturheilkunde – Vorurteile der Naturheilkunde


In der Bevölkerung gibt es einerseits eine enorme Nachfrage nach der Naturheilkunde. Naturmedizin und Ganzheitsmedizin. In Deutschland 128.000 Patienten suchen Heilpraktiker oder auch schwerpunktmäßige biologische naturheilkundliche arbeitende Ärzte auf. Es gibt aber auch eine groß Skeptsis bis gar Ablehnung von Naturheilverfahren ebenfalls auf beiden Seiten. Es gibt zum Teil sehr ideologisch gefärbten Debatten und Gegnerschaft.


Weshalb gibt es diese extremen Kontroversen und welche Gründe führen zu so vielen Missinterpretationen und Vorurteile.


Aus meiner Sicht sind diese Gegensätzliche in vielen Fällen künstlich erzeugt und führen zu einer ineffektiven nicht optimalen Behandlung von den Erkrankten. Ich habe immer einen integrativen Weg gesucht. Denn nur in diesem Modus, finden wir eine Erweiterung die zur eine Verbesserung im Ganzen führet. Meine Devise im Beurteilen einer guten oder schlechten Sache ist: „An Ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen.“ Wenn etwas wirkliche gut ist, dann muss sich dies auch reproduzierbare und nachweisbare, statistisch messbare Ergebnisse geben.


Ich möchte zu dem Thema einige Gedanken und Begründungen beschreiben, die für zu einer Beruhigung und Abkühlung führen kann.


  • Die Naturheilkunde wurde nicht offiziell an Universtäten gelehrt und sie waren nicht Teil der Ausbildung der Medizin.

  • Erst 1993 wurde die Naturheilkunde zum Gegenstand von ärztlichen Prüfungen. Der Umfang der Lehrveranstaltung und der Prüfungsfragen sind danach auch gering gewesen. Hierin hat es bis heute eine gewaltige Entwicklung hinzu mehr Öffnung zur Naturheilkunde gegeben. Seit 2002 ist beispielsweise die Akupunktur offizielle aus wirksam anerkannt worden (obwohl die Wirkmechanismen bis heute nicht wissenschaftlich begründet werden können). Doch die eindeutigen statistischen Ergebnisse führten nicht mehr an der Anerkennung der Akutpunktur vorbei. Seit 2018 existiert am Universitätsklinikum Tübingen ein Lehrstuhl für und Komplementäre und Integrative Medizin.

  • Vorteile und überkommende Lehrmeinungen sind idR langlebig, und sterben nur mit ihren Inhabern aus. (Nach Albert Einstein lassen sich Atome leichter spalten, als Vorteile zu zerstören.

  • Mediziner, die Handeln sich meist Evidenz und wissenschaftlich begründen, negieren idR empirische gemachte Erkenntnisse solange, bis eine rationale Erklärung dafür gibt. Eine Beobachtung oder aus Erfahrung gewonnenen Erkenntnisse und Rückschlüsse sollen auch rational (mathematisch, physikalisch = messen, wiegen) beschreibbar sein. (Newton interpretiert aus der Erfahrung des ihm auf den Kopf gefallenen Apfels die Theorie zur Gravitation. Messbar und mathematische rational verankert wurden sie dann anschließend. Doch funktioniert dies ebenfalls in der Gegenrichtung. Albert Einstein begründet mathematisch die Relativitätstheorie. Dann wurde sie durch Beobachtung bestätigt. Also werden von jenen Mediziner Erfahrungswissen weniger ernst und wichtig genommen, weil dies in der Physik so gut funktioniert. Es wird nicht gesehen, dass es sich bei einem biologischen Organismus diese Prinzipien nur bedingt anwendbar sind, dass eine viel höre Komplexität aufweist. Dies führt dazu, wenn das Mediziner mit diesen Maximen lediglich die Naturheilverfahren anerkennt, die sich weitgehen diesen Prinzipen unterwerfen werden können. (Wirkprinzipien durch Grundlagenforschung weitgehend geklärt sind). Beispiel: Bewegungstherapie, Kneippsche Therapie [Historie von Pfarrer Kneip seinen Wasserkuren in eine eigenem Aufsatz beschreiben.]

Alle anderen Verfahren werden abgelehnt oder sogar in einer Weise bekämpft, die teilweise irrationale Züge annimmt. Diese Ablehnung wird mit theoretischen, sog. Wissenschaftliche Argumenten begründet. Allerdings werden. Allerdings werden selbst strenge, wissenschaftlich Kriterien genügende Studien, die die Wirksamkeit eines Verfahrens bei einer Krankheit eindeutig belegen, in der Regel nicht zur Kenntnis genommen. (Beispiel: Akupunktur). [S. 18]


Auch in der Schulmedizin werden aber seit langem Verfahren und Medikamente erfolgreiche angewendet, deren genaues Wirkprinzip noch nicht erkannt ist. So wurde jahrzehntelang ASS (Aspirin©) zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen oder Fieber eingesetzt, ohne dass bekannt war, wie es genau wirkt.


Vorurteile in der Naturheilkunde


Vielen Befürworter der Naturheilkunde haben oft einen unkritischen Blick auf die Naturheilverfahren und oftmals durch negative Erfahrung mit der Schulmedizin ein sehr skeptisches Verhältnis, und wird dann häufig allgemein kritische gesehen. Eine ideologische Sichtweise (z.B. Naturphilosophie, Esoterik) ermöglichen einen getönten Blick, der unter Naturheiltherapeuten und Patienten verbreitet ist.


Dies kann durchaus schädlichen Folgen haben:

  • Notwendige schulmedizinische Behandlungen können unterbleiben. (z.B. Hüftgelenkersatz bei vollständigem Knorpel mit ständigen Schmerzen und Fehlbelastungen wird- Gefahr weiterer Schäden und Immobilisation und Fehlbelastungen.)

  • Bei einem schweren asthmatischen akuten Schub wird eine Cortisontherapie abgelehnt. [ Cortisol ein lebenswichtiges wichtiges Hormon im Organismus. Cortisontherapie im akuten Notfall ist dadurch nicht „synthetisch“ oder „unnatürliche“ anzusehen. Bei chronischen Erkrankungen (z.B. in Dermatologie und der Rheumatologie) sind dauerhaft hohe Dosierung sehr schädlich und führt zu Eiweißabbau in den Geweben. Es ist gibt in auf dem Gebiet viele sehr effektive natürliche und gleichwertigen oder gar bessren Alternativen (Curcuma, Schlangenwurz, Weihrauch).

  • Der Begriff „natürlich“ wird oft als Etikett auf Produkte vergeben, und haben deswegen eine positive Wirkung im Auge des Konsumenten.

  • Es werden auf diese Weise unkritisch sehr teure Therapien angewendet, obwohl es häufig mit einer eine Kräutertherapie und Ordnungstherapie (Psycho-Physiognomik) es sehr gute Erfolge gibt. [und sie müssen IdR auch nicht sehr hohe Kosten verursachen.]


Quelle („Das große Praxisbuch der Naturheilkunde“)


Wie wirken naturheilkundliche Therapien?


Die naturheilkundliche Verfahren haben in ihrer Unterschiedlichkeiten zahlreiche Gemeinsamkeiten: Sie setzen immer auch auf die Selbstregulation des Körpers. Es werden je nach Bedarf unterschiedlich starke Wirkreize gesetzt. Die Antwort des Körpers setzen Selbstheilungskräfte in Gang.


Beispiel: Schröpfen (physikalische Reize)

Beispiel: Sonnenhut, Nux Vomica, (zugeführte Substanzen)


Regulationstherapien können demnach nur dort greifen, wo Regulation möglich ist. Es gibt aber viele innere und äußere Störfaktoren, die diese Regulationsmöglichkeit nicht zulassen. Zum Beispiel Intoxikation von Schwermetallen schwächen das Immunsystem.


Es werden reproduzierbare Antworten des Organismus ausgelöst.


Wenn diese Reaktion über beschreibbare „Bahnen“ laufen, so werden diese Antworten „Reflexe“. Diese mit dem Wirkort in Verbindung stehende Hautareale werden als „Reflexzonen“ oder „Headsche Zonen“ bezeichnet.

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